Ein Magen-Darm-Infekt, auch Gastroenteritis genannt, wird durch Noro- oder Rotariern ausgelöst und kommt häufig vor, oftmals sogar in richtigen Wellen sodass vor allem Kindertagesstätten, Schulen und Altenheime stark „befallen“ sind.
Die typischen Symptome eines Magen-Darm-Infekts sind starke Übelkeit mit Erbrechen sowie Durchfall. Hinzu kommen allgemeine Krankheitsbeschwerden wie Kopf- Bauch- und Gliederschmerzen.


Eine Gastroenteritis klingt in der Regel innerhalb einiger Tage von selbst ab, trotzdem sollte eine Abklärung beim Hausarzt erfolgen, um sicher zu gehen. Bei Kindern und Senioren ist das anders, bei diesen Menschengruppen ist es ratsam sofort zum Arzt zu gehen, da diese schneller und leichter dehydrieren können.

Ursache

In der Regel lösen Viren, seltener Bakterien oder andere Parasiten, eine Magen-Darm-Grippe aus. Bei einer viralen Infektion sind meist Noro- oder Rotariern die verursachenden Erreger.
Eine Infektion mit dem Norovirus hat einen besonders heftigen und unangenehmen Krankheitsverlauf. Besonders ältere Menschen müssen daher darauf achten, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Denn bei einem Magen-Darm-Infekt verliert der Körper enorm viel Flüssigkeit, vor allem ältere Menschen klagen dann häufig über Kreislaufprobleme.
Der Norovirus ist äußerst ansteckend, selbst zwei Tage nach abklingen der Infektion. Daher ist äußerste Vorsicht mit Erkrankten zu beachten!
Zum Teil werden die Viren sogar Wochen später noch ausgeschieden, so dass eine Ansteckung auch dann noch möglich ist.
Kinder sind meist vom Rotavirus betroffen. Der Rotavirus ist der häufigste Verursacher für Durchfall bei Kindern unter fünf Jahren. Mittlerweile gibt es einen Impfstoff gegen diesen Virus, welcher aber nur bis zum sechsten Lebensmonat gegeben werden kann.

Ansteckung

Die Magen-Darm-Grippe ist hochansteckend. Die Übertragung erfolgt über die Schmierinfektion. Erreger aus dem Erbrochenem oder dem Stuhl gelangen an andere Gegenstände, von wo aus sie von anderen Menschen durch die Fäkal-Orale-Übertragung aufgenommen werden können.
Eine Ansteckung ist aber auch per Tröpfcheninfektion möglich. Erreger aus dem Erbrochenem gelangen über die Luft zu anderen Personen und stecken diese an.
Nach der Ansteckung dauert es vier bis 48 Stunden, bis die sich die ersten Symptome zeigen.

Symptome

Bei einer Magen-Darm-Grippe fühlen sich die Betroffenen häufig sehr schlaff und einfach schlecht. Der Infekt geht einher mit starker Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die Symptome können dabei zusammen aber auch einzeln auftreten.
Der Symptome einer Magen-Darm-Grippe treten ganz plötzlich und ohne Vorwarnung auf. Die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes sind entzündet, daher kommen auch die typischen Symptome.

Bauch-Kopf- und Gliederschmerzen kommen noch hinzu. Welche Symptome tatsächlich auftreten, ist abhängig davon, welcher Erreger ursächlich ist.

Hausmittel bei einer Gastroenteritis

Da Medikamente in der Regel nicht notwendig sind, kann man eine Magen-Darm-Grippe mit Hausmitteln bekämpfen.

Um den Heilungsprozess zu unterstützen, können folgende Hausmittel verwendet werden:

– Dem Körper Zeit geben um sich zu erholen! Der Körper benötigt viel Energie im Kampf gegen den Erreger.
– Heilerde ist ein altes Hausmittel gegen Durchfall. Es bindet die Giftstoffe im Darm. Zwei Teelöffel mit einem halben Liter Wasser vermischen und trinken.
– Eine Messerspitze geriebene Muskatnuss hilft ebenfalls gegen Durchfall.
– Pfefferminze und Ingwer helfen gegen die Übelkeit in dem sie den Magen beruhigen.
– Tee aus Angelikawurzel hilft dabei, die Beschwerden zu lindern.

Eine Magen-Darm-grippe heilt in der Regel innerhalb von zwei bis sechs Tagen von alleine, allerdings können die genanten Hausmittel die Symptome lindern und den Heilungsprozess beschleunigen.

Medikamentöse Behandlung

Bei besonders schweren Krankheitsverläufen ist manchmal eine medikamentöse Behandlung nötig. Bei starkem Durchfall hilft der Wirkstoff Loperamid, Aktivkohle und Adstringenzien. Wenn Bakterien die Erreger sind, wird auch Antibiotika verschrieben. Gegen starke Übelkeit mit Erbrechen helfen Antiemetika.

Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll?

Wenn die Symptome länger als zwei bis drei Tage andauern und eine Besserung nicht in Sicht ist, ist ein Arztbesuch sinnvoll um gefährliche Erreger wie beispielsweise Salmonellen auszuschließen. Wenn Sie Blut im Stuhl haben, sollten Sie ebenfalls dringend einen Arzt aufsuchen.

Bei Kindern und älteren Menschen ist es ratsam bei andern ersten Anzeichen zum Arzt zu gehen, da ein hoher Wasser- und Salzverlust gefährlich werden kann. Möglicherweise muss dieser auch durch eine Infusion ausgeglichen werden.